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Wer an der BFF Bern arbeitet, kommt an ihr nicht vorbei: der Bilderwand in der Aula – der grössten freien Wand der ganzen Schule. Hier hängen hunderte kleine Kunstwerke, jedes im Format 20×20 cm, jedes von einer Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter gemalt. Fast 300 bunte Quadrate ergeben ein grosses Ganzes – ein Gesicht der BFF, das sich stetig verändert. Jede Person, die an der Schule arbeitet, steht mindestens einmal in der Aula, blickt auf diese Wand und erkennt: Hier steckt Leben drin. Hier findet Gemeinschaft statt.
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Die Idee einer lebendigen Wand
Vor 20 Jahren stellte sich die damalige Schulleitung die Frage: Wie kann die wahre Vielfalt der BFF sichtbar gemacht werden? Mit vier Bildungsstufen und fünf Abteilungen, 321 Mitarbeitenden, geht der Überblick im Alltag schnell verloren. Es entstand der Wunsch, ein Symbol zu schaffen, das alle verbindet – über Abteilungen und Funktionen hinweg.
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So wurde die Idee einer Bilderwand geboren. Alle neuen Mitarbeitenden sollten beim Eintritt ein eigenes, frei gestaltetes Bild malen – ein kleines, persönliches Zeichen, das Teil eines grossen Ganzen wird.
Anfangs gab es Skepsis: «Ich kann doch gar nicht malen!» war ein häufiger Satz. Doch unter der künstlerischen Leitung des Bieler Künstlers Gianni Vasari wich die Unsicherheit bald echter Freude. Die Bilderwand wurde zum Ritual – und zum Sinnbild des diesjährigen BFF-Mottos: «Wir sind interessiert an Neuem und offen für Veränderungen.»
Heute betreut Marcel Neuenschwander bis zu seiner Pensionierung die Malaktion.
Ein Ritual zum Start
Der letzte Mittwoch der Sommerferien steht jedes Jahr im Zeichen der neuen Mitarbeitenden. Während Sicherheits- und IT-Schulungen auf dem Programm stehen und beim gemeinsamen Mittagessen erste Kontakte entstehen, wartet im Kreativraum schon das Material: Schürzen, Mischpaletten, Farben und Leinwände.
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Nach dem Malen trocknen die Bilder über Nacht und werden am nächsten Tag von den Lernenden fotografiert und dokumentiert. Anschliessend hängt der Hausdienst sie an die Wand in der Aula. Wenn jemand die BFF verlässt, wird das eigene Bild im Austrittsgespräch übergeben. Das Gesamtbild verändert sich damit jedes Jahr – es lebt und erzählt Geschichten.
So bleibt die Malaktion, was sie immer war: ein lebendiges Symbol für Wandel und Zusammenhalt.