Text: Verena Ben Othman
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Da staunten die Lernenden einer FaBeKin-Klasse nicht schlecht, als zwei niederländische Lehrpersonen vor ihnen standen. Dies geschah im Zuge des «Job Shadowing», einem Programm der Eidgenössische Hochschule für Berufsbildung (EHB), an dem die BFF zum ersten Mal teilnahm. Und es war gleich ein voller Erfolg.
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Vom Campus in Zwolle ins Klassenzimmer in Bern
Die beiden niederländischen Lehrpersonen, Sanne und Marcel, waren für zwei Tage an der BFF und erhielten dort einen Einblick in den Alltag in der Abteilung Berufsbildung. Nach einem ausführlichen Rundgang durch die historischen Gebäude im Monbijou in Begleitung des Bereichsleiters Jean-Claude du Shaw ging es in eine Unterrichtsstunde einer FaBeKin-Klasse.
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Dort stellten die beiden die Schule vor, an der sie ebenfalls als «Child Care»-Berufsschullehrer arbeiten: das Deltion College in Zwolle (Niederlande). Dieses ist in der Bildungslandschaft ähnlich angesiedelt wie die BFF, jedoch wesentlich grösser – mit mehr als 17 000 Studierenden und über 1800 Mitarbeitenden auf einem modernen Campus-Gelände.
In der kurzen Unterrichtssequenz erklärte Sanne sehr anschaulich die Geschichte der Niederlande anhand von Bildern der jeweiligen Epoche. Durch geschicktes Fragen liess sie die Lernenden teilhaben, wie das Gefühl der damaligen Zeit war.
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Danach erklärte Marcel das niederländische Bildungssystem. Dieses ähnelt dem schweizerischen, jedoch gehen die Lernenden in den Niederlanden mehrere Tage in die Berufsschule und sind nur ein bis zwei Tage im Betrieb. Sie haben jedoch keinen Arbeitsvertrag und keinen Lernendenlohn wie in der Schweiz.
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Nach einem Besuch in einer Kita waren die beiden Tage des Job Shadowing schnell vorbei.
Es war eine sehr interessante Erfahrung, die hoffentlich eine Wiederholung erfährt.