Der Vizedirektor Christoph Urech beantwortet Fragen zum letzten Jahr.
Welches Wort charakterisiert das vergangene Jahr?
Ankommen
Als Nachfolger von Susanne Fehr durfte ich die BFF Bern als neuer Vizedirektor ein erstes Schuljahr begleiten. Die Begegnungen und Erfahrungen, ob herausfordernd, ermüdend oder schön und wertschätzend, waren und sind eine Bereicherung. Es freut mich zu spüren, wie sich unsere Mitarbeitenden für die Lernenden und Studierenden an der BFF mit viel Engagement einbringen. Dafür ein grosses Dankeschön!
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Die wichtigste Erfahrung?
Der Schulleitungsrat hat mich als Vertretung der BFF in das Gremium des Mittelschul- und Berufsbildungsamtes (MBA) für das Anstellungsverfahren zur Nachfolge des Direktors Heinz Salzmann delegiert. Die Mitarbeit in diesem Gremium war spannend: Als Schule konnten wir für die Assessments der engsten Kandidat:innen Ausgangslagen für aktuellste Herausforderungen der BFF einbringen. Die Bewerber:innen wurden deshalb beispielsweise zu den Themen Raumsituation, knappe Ressourcen und Einführung eines qualifizierten QM-Systems assessiert.
Auch wenn schlussendlich die Amtsvorsteherin den Anstellungsentscheid fällte, konnte die BFF die Wahl unseres neuen Direktors Thomas Althaus mit beeinflussen.
Welches Thema hat Sie besonders auf Trab gehalten?
Die vom Kanton geforderte Einführung eines qualifizierten Qualitätsmanagements-Systems bedeutet für alle Mitarbeitenden neben den Alltagsgeschäften einen zusätzlichen Effort. Damit dieser im Rahmen der Möglichkeiten klein gehalten werden kann, waren sorgfältige Vorbereitungsmassnahmen nötig. Dies hat in einer ersten Phase den Schulleitungsrat sowie das Direktionssekretariat stark beansprucht: Prozesslandkarten und Dokumentenstrukturen wurden entwickelt, ein geeignetes und für die BFF hilfreiches IT-Tool evaluiert und gefunden, zusammen mit der Anbieterin und EDUBERN die IT-Schnittstellen gebaut, Rollen erstellt, Berechtigungen definiert und erteilt, getestet,…
Parallel dazu konnte der erweiterte Schulleitungsrat und die Verwaltungsmitarbeitenden das Tool QM-Pilot kennenlernen. Auch wurden die ersten Prozesse, Dokumente, Glossars, Funktionen, Abkürzungen usw. eingepflegt. Inzwischen haben auch alle Lehrpersonen und Dozierenden Zugang.
Die Arbeiten rund um die geforderte Zertifizierung wird die BFF weiterhin beschäftigen und alle Mitarbeitenden betreffen. Aus dem Prozess zur angestrebten ISO-Zertifizierung wird unsere Schule gestärkt hervorgehen und sich für unsere Lernenden sowie Studierenden innovativ weiterentwickeln.
Ihr grösster Erfolg
Zusammen mit der inzwischen pensionierten Abteilungsleiterin Berufsbildung (BB), Sibylle Muntwiler, mit Beteilung ihrer Bereichsleitungen und engagierten Lehrpersonen sowie Unterstützung des MBA, konnten die Beratungsangebote um die Schulsozialarbeit und Schulische Heilpädagogik erweitert werden. Damit geht für die Abteilung BB ein lang ersehnter Wunsch zu Gunsten unserer Berufslernenden in Erfüllung. Die Weiterentwicklung und Abstimmung zu den etablierten Unterstützungsangeboten für die Lernenden in der Berufsbildung und auf Ebene der Gesamtschule bleiben für die BFF wichtig.
Wir sind interessiert an Neuem und offen für Veränderungen. Ein Erlebnis zum aktuellen Leitbild?
Für mich als Vizedirektor ist der Direktorenwechsel (vgl. erster Abschnitt) zum Leitbildsatz des vergangenen Schuljahres absolut passend. Unser scheidender Direktor, Heinz Salzmann, hat nach über 40 Jahren Schuldienst in der Stadt Bern, die BFF pensionsbedingt verlassen.
Damit einhergehend steht nicht ein einzelnes Erlebnis im Zentrum, sondern ein Stimmungsbild: Für Heinz Salzmann standen immer die Lernenden, Studierenden und Mitarbeitenden im Zentrum. Dabei hat er mit viel Ruhe und Weitsicht die BFF seit 2009 auf Kurs gehalten. Für die vielfältigen Belange, die an ihn herangetragen wurden, hat er stets ein offenes Ohr gehabt und unterstützt. Merci Heinz, für dein grosses Engagement an der BFF und alles Liebe für deinen neuen Lebensabschnitt.
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Geschrieben ohne KI